Auszüge Aktuelles aus 2019

21.01.2020

Wolfsabschuß

In Brandenburg hat Anfang 2019 bei einer Drückjagd ein Jäger einen Wolf erschossen, nachdem dieser mehrere Jagdhunde angegriffen hat. Die Staatsanwaltschaft erkennt den Notstand zur Tötung des Wolfes nicht an, obwohl Zeugen die Aussage des Schützen bestätigen.

Die "Bild-Zeitung" berichtet in ihrer heutigen Ausgabe und zitiert den Schützen:"Sie können mir glauben-ich fühle mich wirklich nicht gut damit. Aber was sollte ich machen? Zusehen, wie die Hunde zerfetzt werden? Ich wünsche mir, dass ich nie wieder in eine solche Situation komme. Aber wenn - ich würde genauso handeln."
Die "Bild-Zeitung" schreibt weiter: Obwohl die Staatsanwaltschaft angeboten haben soll, das Verfahren gegen eine Zahlung von 5000 € einzustellen, ziehen Schütze, sein Anwalt und der Jagdverband einen Prozeß vor. "Nur so bekommen wir endlich Rechtssicherheit" - sagt Reinwald vom DJV.

Lesen Sie das Statement des Deutschen Jagdverbandes - Wolfsabschuß

 

Dezember 2019

Zum Jahreswechsel 2019-2020

Es ist die Zeit gekommen, wo wir das, was wir mit unserem DL am liebsten tun. Wir gehen mit ihm jagen. Ob bei der Niederwildjagd im Feld, bei der Wasserjagd, wofür unser Langhaar bestens geignet ist, oder aber auch bei Stöberjagden und beim Nachsuchen. Überall können wir unseren vielseitigen Deutsch-Langhaar einsetzen und Erfolg mit ihm haben.Zu danken haben wir dies der strengen Zucht nach Leistung und Form, festgeschrieben in der Zuchtordnung unseres Verbandes, die wir selbstverständlich streng einhalten.Deshalb gilt mein besonderer Dank allen, die in der Vor- und Nachbereitung von Veranstaltungen für unseren Verein in diesem Jahr wieder viel Zeit investiert haben.

Winter 2019

Wir haben im Jahr 2019 Prüfungen in Haßleben und Grimma durchgeführt. Geplant ist, andere, weitere Gebiete die unseren Anforderungen nach ausreichend Wild und gutem Wasser erfüllen, für unsere Prüfungen zu finden. Erste Gespräche dazu laufen und ich hoffe, zur Hauptversammlung 2020 kann ich Ihnen Erfolgreiches mitteilen. Wichtig für unseren Verein ist, dass wir uns nicht nur auf wenige Standorte festlegen.

Neu in diesem Jahr- obwohl schon in der Vergangenheit unsere Vereinsmitglieder dort tätig waren – ist die Messe in Leipzig Markkleeberg. Unserem Ehrenvorsitzendem ist es gelungen, diese Messe (die größte Jagdmesse im Osten Deutschlands) als dritte Messe neben Dortmund und Hannover in das Förderprogramm unseres Dachverbandes aufzunehmen. Dank an die Organisatoren und allen die aktiv beteiligt waren. Es war ein Erfolg für unseren Verein, den es weiter auszubauen gilt.

Ebenfalls ist der VDL aktiv zur Messe "Reiten-Jagen-Fischen" in Erfurt vertreten und stellt dort unseren vielseitigen Jagdgebrauchshund den Besuchern vor.

Bei all diesen Aufgaben und der Zeit die wir jetzt mit unseren Hunden bei der Jagd verbringen, haben wir übersehen, das kurzfristig und völlig unerwartet Weihnachten und der Jahreswechsel in das Jahr 2020 vor der Tür steht. Das neue Jahr stellt uns wieder vor große Aufgaben. Was die Politik und der von ihr behaupteten durch Menschen gemachte Klimawandel mit sich bringt, ist derzeit nicht abzusehen. Waldsterben, Vernichtung von heimischen Wildarten durch Wölfe, Veränderungen im Waldanbau sind nur einige wenige Probleme denen wir uns stellen müssen. Ich habe Sorge um unsere DL, die scharf am Schwarzwild sind und deshalb gern bei Drückjagden, da sie selbstverständlich auch spurlaut jagen, eingesetzt werden.

Winter 3Immer häufiger erreichen uns Berichte, wo Hunde bei Drückjagden durch Jagdschein­inhaber, ich sage bewusst nicht Jäger, oder durch Wölfe getötet werden. Passen Sie auf Ihren Hund auf, er gehört doch auch zur Familie.

Wir werden uns im kommenden Jahr und in Zukunft den neuen Herausforderungen die Jagd und Umwelt mit sich bringen, stellen. Dazu sind nicht nur wir, der geschäftsführende Vorstand, dem ich auf diesem Wege für seine Arbeit danke, sondern wir alle, Züchter, Abrichter und Hundeführer gefragt. Ich bin mir sicher, all das werden wir meistern und zum Jahresende 2020, welches sicher wieder überraschend kommt, eine positive Analyse über unser Arbeit machen können.

Ich wünsche Ihnen mit Ihren Familien, sowie Ihrem Jagd- und Familienbegleiter DL für das kommende Jahr alles Gute, beste Gesundheit und das all das in Erfüllung geht, was Sie sich selber vorgenommen haben.

Ihr Dietmar Göpfert

 


17.11.2019

Wechsel der HD-Auswertungsstelle

Mit Datum 01.10.2019 wurde auf Beschluss der Hauptversammlung unseres Verbandes die HD-Auswertungsstelle gewechselt. Dazu mussten die Formulare (Adresse) geändert werden. Alte Formulare sind nicht mehr gültig.

Das neue Untersuchunungsformular finden Sie auf der Homepage unseres Dachverbandes als Formular 1 (muss 3x ausgedruckt und ausgefüllt werden). Als Formular 2 finden Sie eine ausführliche Beschreibung zur Durchführung der Röntgenuntersuchung auf HD (Hüfte), ED (Ellenbogengelenk) und OCD (Schultergelenk).    HD-Formular

Die neuen ausfüllbaren Formulare können Sie auch ab dem 01.10.2019  bei unserem Zuchtwart Christoph Baumann bestellen. Selbstverständlich werden diese auch in Zukunft in unseren Welpenmappen liegen.

Dr. Lutz Frank


19.08.2019

Schwarzzuchten

Sogenannte Schwarzzuchten, die an den in Deutschland anerkannten Zuchtvereinen vorbei züchten, dabei aber sehr oft das züchterische Potential der Zuchtvereine nutzen, nehmen nicht nur im Jagdgebrauchshundewesen zu. Die Käufer glauben, weniger Geld für gleiche Leistung zu zahlen. Übersehen dabei aber, dass mit Hunden gezüchtet wird, die für eine anerkannte Zucht aus verschiedenen Gründen nicht geeignet sind. Aus eigenem Erleben kann ich berichten, dass in vielen Fällen die Aufzucht dieser Hunde in keiner Weise den Forderungen unserer Zuchtvereine entspricht.
Auf der Homepage des JGHV hat Präsident Karl Walch dazu den Standpunkt des Jagdgebrauchshundverbandes in einem Artikel "Dissidenz im Jagdgebrauchshundewesen" veröffentlicht: JGHV-Aktuelles


23.06.2019

 Verbandsschweißprüfung des VDL am 22.06.2019 in Bernsbach

VSwP 1

Bei strahlendem Sonnenschein und hohen Sommertemperaturen fand seit Jahren wieder eine VSwP unseres Vereins statt. Prüfungsort war Bernsbach. Gemeldet waren vier Hunde, erschienen 2 DL. Ein Hund arbeitete die 20 Stunden Fährte und ein weiterer DL die 40 Stunden Fährte. Ergebnisse, einen kurzen Bericht und Bilder finden Sie unter Prüfungen 2019


06.05.2019

Karlheinz Krusche 01.07.1956        † 30.04.2019

Schorlemer18 13b

 

 

 

 

Karlheinz während der Schorlemer 2018. Dort führte er erfolgreich seine Hündin „Erle v.d. Wilddiebsklippe“. Sein neues Ziel war das Führen dieser Hündin zur VGP als „Totverweiser“ und dann wieder in seinem Zwinger „vom Hähnicher Holz“ einen Wurf aufziehen.

 

 

 

 

 

Am 30.04.2019 verstarb Karlheinz Krusche völlig unerwartet nach einem Unfall. Für alle die, welche über mehrere Jahrzehnte für und um DL mit ihm zusammen waren eine Nachricht, die noch nicht zu begreifen ist.

Begonnen hat sein DL Weg mit Hündinnen aus dem Zwinger „vom Waldsteinberg“. Immer offen und hilfsbereit, insbesondere wenn es um den Verein, unseren und seinen Deutsch-Langhaar-Verein ging. Vor der Wende aktiv bei der Vorbereitung internationaler Prüfungen und zur Wende mit Organisator und Mitgründer unseres Vereins, den „VDL“. Sein Beruf als Rechtsanwalt half uns in schwierigen Zeiten, insbesondere als unser Verein sich neu definieren musste. Er übernahm die Funktion des Vorsitzenden, auch wurde er als Justitiar des JGHV eingesetzt und war Verbandsrichter im JGHV. Alle Ämter musste er aus gesundheitlichen Gründen abgeben, auch in seinem Zwinger fiel nach „Erle vom Maienbrink“ in dieser Zeit nur ein Wurf.

Karlheinz wurde wieder aktiv, Unterstützer und Förderer unseres Vereins. Die „Familie „VDL“ trauert um ein Mitglied, welches uns viel zu zeitig verlassen musste. Seiner Frau Uschi und den Angehörigen wünschen wir viel Kraft in dieser schweren Zeit.

Vorstand des VDL

Die Trauerfeier findet am Montag, dem 3. Juni 2019, um 12 Uhr auf dem Friedhof Leipzig-Wahren, Georg Schumann Str. 346 statt.


22.01.2019

In Brandenburg wurde bei einer Drückjagd ein Wolf in Notwehr erschossen. Er befand sich im Treiben und griff mehrere bei der Stöberjagd eingesetzte Jagdhunde an. Trotz Versuche ihn davon abzubringen (schreien, rufen, Warnschuß) setzte er die Angriffe fort, so das ein Hollänischer Jagdgast in Notwehr diesen Wolf tötete. Die Staatsanwaltschaft ermittelt.

Der JGHV hat dazu eine Pressemitteilung herausgegeben. Wir werden die Angelegenheit weiter verfolgen und berichten.

Wir haben Informationen, dass die Staatsanwaltschaft die Untersuchungen vornimmt, die Waffe des Schützen wurde vorläufig eingezogen.

Einen ausführlichen Bericht finden Sie  in der Online-Ausgabe der Lausitzer Rundschau

oder bei https://www.jawina.de/brandenburg-notwehr-hollaendischer-jagdgast-erschiesst-wolf/

Es wurde mitgeteilt, dass JAWINA (Jagd-Wild-Natur) weiter darüber berichten wird.

Pressemitteilung des JGHV

PressemitteilungPressemitteilung 1


15.12.2018

Gedanken zum Jahreswechsel

Es ist üblich, am Ende eines Jahres Bilanz über das vergangene Jahr zu ziehen, aber gleichzeitig den Blick auf die kommenden Aufgaben zu richten.
Zuerst mein Dank an alle die, die aktiv im vergangenen Jahr innerhalb des Vereins gearbeitet haben. Mit ihrer Hilfe und vielen anderen fleißigen DL-Führerinnen und –Führern haben wir viel erreicht und unseren VDL weiter nach vorn gebracht.

Winter 5

Die Mitgliederzahl unseres VDL beträgt konstant knapp über 100 Mitglieder, ist damit überschaubar und das ist dabei das Positive – die Familie Deutsch-Langhaar wächst im VDL enger zusammen.
Traditionell wird im März das „kynologische Jahr“ eröffnet. Die Hauptversammlung unseres Dachverbandes und des Jagdgebrauchshundverbandes finden in Fulda statt. Selbstverständlich auch in diesem Jahr. Wichtige Informationen, Beschlüsse und Auszeichnungen auf diesen Veranstaltungen können Sie auf unserer Homepage nachlesen.

Das „VJP-Wochenende“ in Dachwig und Haßleben wird den Teilnehmern an der VJP, der Richterfortbildung, der Zuchtschau und unserer Hauptversammlung in bester Erinnerung bleiben. Tolle VJP-Ergebnisse, hervorragende Präsentation unserer Hunde bei der Zuchtschau und eine harmonische Hauptversammlung haben die Mitglieder unseres VDL weiter zusammen rücken lassen.

Über unseren Vereinstag wurde in verschiedenen Medien positiv berichtet. Unter meiner Verantwortung haben wir es durch die Hilfe vieler DL-Freunde in Thüringen geschafft, diese Veranstaltung zu einem besonderen Erlebnis werden zu lassen. Selbstverständlich wird diese Mannschaft den Vereinstag 2019 wieder vorbereiten.

Die erfolgreiche Teilnahme an der Schorlemer 2018 durch zwei Hundeführer und drei Verbandsrichter aus unserem Verein war wichtig, damit wir als VDL in der großen DL-Familie unseren festen Platz beibehalten.

Die Herbstprüfungen standen hinter den Erwartungen in der Frage der Anzahl der teilnehmenden Hunde etwas zurück.

Winter 6

Aber, wenn ehrlich gearbeitet wird, ist es schwer einen Zuchthund zu bekommen. Verständnis habe ich für die DL-Führer, die aus gesundheitlichen Gründen, Problemen in der Familie oder aber durch Form- oder Leistungsmangel ihrer Hunde diese nur noch für die Jagd einsetzen und einen Umweg um evtl. ein Zuchthund zu werden, nicht gehen wollen.

Nach der Prüfungssaison haben wir nun Zeit mit unseren Hunden zu jagen. Auf der DIA-Schau in unserer Homepage ist leicht zu erkennen, dass sich die Arbeit unserer Hunde geändert hat. Bilder von Wasser- oder Feldjagden sind weniger geworden, Jagd auf Schwarzwild wird sehr oft dargestellt.

Dieser Herausforderung haben wir uns in der Vergangenheit schon gestellt, das Leistungszeichen LZS ist ein besonderes Merkmal. Trotzdem – üben Sie im Schwarzwildgatter und beobachten Sie, wie Ihr Hund reagiert. Helden leben nicht lange, sie wollen wir auch nicht. Gezielte Jagd auf Schwarzwild ist eines unserer Ziele, obwohl unser DL dafür nicht geboren ist. Aber manche sagen leider, andere finden es gut, unser DL wird und kann sich den neuen Gegebenheiten der Jagd stellen. Hinweise für Sie und Ausbildungskurse für Sie und Ihren DL werden wir einplanen bzw. veröffentlichen.

Stellen Sie sich auch im kommenden Jahr den geänderten Anforderungen an die Jagd. Unsere Hunde können das! Sie müssen es ihnen nur zeigen. Überfordern Sie sich dabei nicht, aber auch nicht Ihren DL. Besonders schwierig wird es in den Wolfsgebieten, Berichte darüber werden wir veröffentlichen. Versuchen Sie, wie in Brandenburg möglich, Fördermittel für die Ausrüstung Ihres Hundes und für sich persönlich zu bekommen. Es hilft, dass Sie sich und Ihren Hund vor dem Wolf, aber leider auch vor Jagdscheininhabern, die keine Jäger in unserem Sinne sind, schützen. Ich verweise auf den Flyer -"Hundearbeit im Wolfsgebiet"- welcher dem Heft 12/2018 der Zeitschrift "Der Jagdgebrauchshund" beiliegt.

Winter 4

Ich wünsche Ihnen, auch im Namen unseres geschäftsführenden Vorstandes, für das kommende Jahr alles Gute, bleiben Sie und Ihr DL gesund. Ich wünsche mir, dass Sie auf den zentralen Veranstaltungen unseres Vereins anwesend sind. Für die Neu-Mitglieder ein Tag zum Kennenlernen, für die „Alten“ immer wieder die Chance, alte und bekannte Geschichten zu erzählen.

In diesem Sinne verbleibe ich mit den besten Wünschen
Ihr
Dietmar Göpfert
Vorsitzender des VDL