30.07.2018

Vorbereitung unter Polizeikontrolle

 Der Mond scheint blutrot, der Mars ist seit Jahren der Erde am nächsten und darunter auf Polizeigelände ein Wohnwagen und ein Transporter.

Zur Vorbereitung unseres Vereinstages gehörten nicht nur Absprachen mit den Revierinhabern, Anglern und natürlich Einkauf und Verpackung der Verpflegung. Letzteres, so berichtete mir Angela, wurde am Freitag ab 14 Uhr in Angriff genommen und selbstverständlich noch am Abend die Fahrt nach Hassleben angetreten. Man wollte ja am Sonnabend pünktlich sein. Es wurde eine passende Stelle gesucht, direkt an einem Teich, welcher von der Polizei als Angelteich angemietet ist.

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Das Objekt der Kontrolle

Mitten in den gemütlichen Ausklang des Abends unter glutrotem Mond ( was man erst in über 100 Jahren wieder beobachten kann) wurden die „schwarzen Camper“ durch grelles Fernlicht eines Autos geblendet, welches kurz vor ihnen unter einer erheblichen Staubwolke bremste. Freundliche, aber konsequente Polizisten stiegen aus, verlangten selbstverständlich Ausweis und Papiere und den Grund dieses Aufenthaltes an nicht genehmigter Stelle. Ausführlich konnte erklärt werden, warum zu dieser Zeit und an dieser Stelle ein sicherer Ort für die Veranstaltung am kommenden Tag gewählt wurde. Von der Staatsgewalt wurde dies freundlich akzeptiert. Als dies alles zur Zufriedenheit geklärt war, fiel den Beamten eine lange Angel auf dem Transporter auf, die nach Ihrer Meinung dort nichts zu suchen hatte. Man befand sich ja am Angelteich der Polizei und hatte keinen gültigen Angelschein. Auch das konnte geklärt werden, diese Angel war als Reizangel für unsere Welpen am nächsten Tag vorgesehen. Bilder vom Vereinstag beweisen dies. Ich glaube, Angela und Dietmar fühlten sich in dieser Nacht durch unsere Staatsmacht wohlbehütet und hatten einen guten Schlaf.

 


Unser Obmann für das Prüfungswesen hat in einem kurzen Beitrag seine Arbeit beschrieben, welche Arbeit notwendig ist, Verbandsprüfungen durchzuführen. Vielleicht hilft es z.B. zu erkennen, wie wichtig bei der Vorbereitung die Einhaltung der Meldefristen ist.

Was passiert eigentlich hinter den Kulissen einer Verbandsprüfung ?

Lange vorher, meist im Herbst des Vorjahres werden die Termine für unsere Jagdhundeprüfungen vom Vorstand festgelegt und an das Stammbuch Amt des JGHV gemeldet. An den “Der Jagdgebrauchshund” werden ebenfalls die Termine zur Veröffentlichung mitgeteilt. Hier müssen die Anmeldefristen beachtet werden. Die ersten Prüfungen sind die Verbandsjugendprüfungen: Oftmals ist der Obmann für das Prüfungswesen in unserem Verein auch der Prüfungsleiter und im Frühjahr beginnen schon die ersten Überlegungen, wieviel Hunde werden es sein, die auf unserer VJP laufen. Danach richtet sich auch der Einsatz und die Anzahl unserer Verbandsrichter und die Einladung weiterer Verbandsrichter aus anderen Vereinen. Werden es 2 Gruppen oder werden es 3 Gruppen ? wieviel Übernachtungen müssen bestellt werden ? Welche Reviere sind geeignet und hoffentlich sind genügend Hasen vorhanden ? Bei der Druckerei werden die Prüfngszeugnisse und Richterbücher bestellt. VJP Vorstehen

Mit Nennschluß sollten alle Nennungen auf Formblatt 1 vollständig bei mir vorliegen, des weiteren die Kopie der Ahnentafen und die Kopie der Bezahlung des Nenngeldes. Mit dem jeweiligen Hotel werden nochmals die Buchungen für die Übernachtungen abgestimmt, unsere Schatzmeisterin Hella Funke bekommt eine Übersicht welche Hunde gemeldet sind und welche Verbandsrichter zum Einsatz kommen.Es werden die Zensuchenblätter vorbereitet und die Richterbücher geschrieben. Abschließend bereite ich noch die Urkunden für die bestandene VJP vor, so daß am Prüfungstag die Auswertung und Preisvergabe relativ schnell erfolgen kann. Der Prüfungstag beginnt mit der Abgabe der Orginalahnentafel und der Kontrolle des Impfausweises vom Hund und des Jagdscheines vom Führer und der Verbandsrichter. Anschließend erfolgt eine Richterbesprechung und die Eröffnung der Prüfung mit Vorstellung aller Beteidigten. Und jetzt beginnt die Hoffnung beim Prüfungsleiter, daß Alles gut geht ! Nach der Prüfung werden die Ergebnisse in die Zensurenblätter übertragen und von den Verbandsrichtern unterschrieben, in den Ahnentafeln wird die Prüfung bestätigt und die Urkunde wird fertig gemacht.

 

Hund

 

 

Mit der anschließenden Preisvergabe ist der Prüfungstag beendet. Und jetzt beginnt die Hoffnung beim Prüfungsleiter, daß Alle zufrieden sind. Innerhalb der nächsten 4 Wochen werden dann die Prüfungsergebnisse aller Hunde nochmals im Formblatt zusammengestellt und mit den Zensurenblätter und Nennungen an das Stammbuch Amt geschickt. Weiterhin erhält die Redaktion unseres DL- Mitteilungsheftes die Prüfungsergebnisse übermittelt. Und im Herbst beginnt alles von vorn,  Euer Prüfungsobmann Christoph Baumann